Die Surpriseshow - Nazenin Taheri und George Tobal
Cultuurpodium Groene Engel, Oss
1994 flieht Nazanin als junges Mädchen aus dem Iran und landet in den Niederlanden, im Flüchtlingszentrum AZC Kollum. Ihr größter Traum: in der Überraschungsshow aufzutreten. Jeden Tag übt sie ihre Playback-Künste vor dem Spiegel, überzeugt, dass Henny Huisman anrufen wird. Im AZC freundet sie sich mit Maya Bradarić an, wird nach dem Mord an Marianne Vaatstra bespuckt und wartet auf Gewissheit, auf Papiere, auf eine Einladung.
Jahre später steht Nazanin Taheri selbst auf der Bühne - mit einem Schauspieldiplom, einer Karriere in Theater und Fernsehen und endlich einen Schritt näher bei Henny Huisman. In dieser Soloaufführung erzählt sie von Träumen, die jahrelang eingepackt blieben, von Freundschaften, die in den Wartezimmern eines Systems erblühten, das weiterleitete, aber nie antwortete, und davon, was endloses Warten mit einem Kind macht. Fantasie und Wirklichkeit prallen aufeinander, Humor und Rohheit wechseln sich ab.
Credits
Text, Konzept und Spiel: Nazanin Taheri
Regie: Esther Scheldwacht
Lichtdesign: Julian Maiwald
Bühnendesign: Maze de Boer
Koproduktion: Via Rudolphi Producties, TOBAL











